Wie sag ich's ihm ...???

Brinx/Kömmerling

Ich bin sooo verliebt. Treffe ihn jeden Tag im Bus zur Schule. Hat er bereits gemerkt, dass ich ihn immer anstarre. Völlig fasziniert von seinen blonden Haaren und diesen meerblauen Augen. Wie sag ich ihm meine Gefühle. Traue mich nicht. Angst, dass ich abgewiesen werde. Aber wer nicht wagt, ...

Wenn Du Dich nicht traust, Deinen Schwarm direkt anzusprechen, dann wäre ein Liebesbrief eine Möglichkeit, ihn vorsichtig auf Deine Existenz hinzuweisen... und Deine Gefühle für ihn, die Dich vom Aufwachen bis zum Einschlafen begleiten. Kribbeln bis in die Fingerspitzen, wenn er einsteigt, Schmetterlinge im Bauch, weil sein Blick Dich streifte, feuchte Hände, wenn Du beim Bäcker neben ihm stehst.

Doch wie schreibt man einen Liebesbrief? Gibt’s da eine Anleitung, damit man nicht alles vermasselt? Franka hat die Experten in Sachen Liebe aufgesucht und bei Brinx/Kömmerling nachgefragt:

Liebesbriefberatung von Brinx/Kömmerling:

Als allererstes ist bei einem Liebesbrief wichtig, dass er mutig und ehrlich ist. Hier hat man nun wirklich die Gelegenheit, alles zu sagen und den anderen ins vollkommen klare Bild zu setzen. Er kann dann selber entscheiden...!
Es kommt also unserer Meinung nach hauptsächlich auf den Inhalt an. Der wiederum hängt von der Situation ab.
Wenn Du den Namen des Verehrten nicht kennst, was schreibst Du dann?
Vielleicht lieber Unbekannter? Oder auch schon etwas direkter: lieber schönster Typ, den ich je gesehen habe! Oder Du gehst auf ein Detail ein, das Dir besonders gut an ihm gefällt, so wie: liebe Sommersprosse oder lieber größte Kaugummiblasenmacher.
Unterschreiben solltest Du dann mit deinem Namen, damit er den schon mal speichern kann. Du kannst allerdings noch etwas hinzufügen, was dich selber, deiner Meinung nach auszeichnet, also: Anja, mit den knallgrünen Augen oder Susi, die in der Straßenbahn immer hinter dir sitzt (sehr raffiniert, dann dreht er sich das nächste Mal ganz sicher um).
Tja, und dazwischen musst Du dann sagen, wie es ist.
Wir sind überzeugt, dass man Gefühle auch beschreiben kann, ohne dass sie kitschig klingen. Was ist überhaupt kitschig? Dass man Schmetterlinge im Bauch hat und wochenlang nichts mehr essen kann? Dass man noch nie so etwas für einen Jungen empfunden hat? Dass man vor allem die Hände liebt, die Augen oder die Stimme? Sicher nicht. In Liebesdingen kann man doch alles sagen, oder?
Allerdings solltest Du dem Empfänger noch etwas Bewegungsfreiheit lassen. Wenn Du gleich ein Treffen und einen Hochzeitstermin vorschlägst, ist das vielleicht ein bisschen zu hastig. Sicher wird sich das von selber ergeben, wenn er genauso empfindet wie du. Dass man Lust hat, den Jungen seines Herzen zu treffen, versteht sich eigentlich von selbst, so wie sich auch die Länge des Briefes von selber ergeben wird.
Das Datum auf dem Brief kann nicht ganz unwichtig sein. Dann weiß der Empfänger immerhin, dass jetzt schon eine Woche vergangen ist und er sich endlich trauen sollte zurückzuschlagen.

Und mit der Hand geschrieben, wirkt so ein Liebesbrief natürlich immer ein bisschen persönlicher und romantischer. Wenn Du allerdings so eine Sauklaue hast, dass der Geliebte den Inhalt nicht entziffern kann, solltest Du besser auf den Computer zurückgreifen. Das Ganze dann auf einem schönen Papier, vielleicht farbig, nicht zu billig – kommt natürlich gut. Noch einen Spritzer persönliches Lieblingsparfüm, quasi Wiedererkennungsduft ist auch nicht schlecht. Dann wird er sich den Brief neben das Kopfkissen legen, wenn er dasselbe empfindet.
Natürlich kannst Du den Brief auch mit einem schönen Aufkleber oder so verzieren, wichtig ist, dass er gut aussieht, ein bisschen nach Liebe und er fühlen kann, dass Du dich für ihn angestrengt hast. Foto finden wir persönlich wieder zu viel. Entweder, er weiß wie du aussiehst, weil er dich auch schon seit Wochen aus den Augenwinkeln beobachtet, oder er wird neugierig und dich treffen wollen, um selber hinzusehen.

Das ist unsere Meinung zum Thema Liebesbrief, wir wünschen allen frechen Mädchen viel Glück!